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Fallbeispiel: Evaluation und Optimierung einer E-Learning Lösung

November 22, 2008
Als Kommentar zum ersten Blogeintrag „Warum ein Blog an der Uni“ tauchte folgende Frage auf, die nun einen eigenen Blogbeitrag als Antwort verdient.
„Ich werde im 2. Teil das Thema Einführung english trainings bei Lehrlingen bearbeiten – Gegenüberstellung Präsenztrainings und e-learnings (blended learning) – der Variante Präsenztrainings habe ich danach den Vorzug gegeben, aber ich denke, es ist auch interessant zu betrachten welche Rahmenbedingungen es braucht, dass eine e-learning Methode manchmal nicht die beste Lösung ist.“
Ich halte das für eine sehr gute Idee, ein Review eines Pilotversuchs durchzuführen – ganz speziell wenn Sie selbst in das Thema involviert sind. 
Meine Empfehlungen dazu:
  • Kurzbeschreibung des Pilotversuchs (z.B.: Lernziele, Umfang, welche Inhalte deckte das e-Learning ab, welche die Präsenzveranstaltung, wie wurde der Lernfortschritt bzw. Erfolg gemessen, wurden die Teilnehmer befragt, was Ihnen besser zusagt usw.)
  • Evaluierung des Pilotversuchs: Lernziele (plus Bewertung: Ziele genau genug formuliert, überhaupt formuliert etc.), wie könnte (allenfalls) eine verbesserte Lernziel-Vorgabe lauten (für den Fall, dass Sie Optimierungsbedarf orten)
  • Reflexion, wie unter Umständen e-Learning und Präsenzlernen auf einzelne Teilziele aufzuteilen sind. In diesem speziellen Fall, da es sich um Sprache handelt, ist voraussichtlich Präsenzlernen empfehlenswert, um z.B. die Teilziele Gesprächsroutine aufbauen, Redehemmung abbauen, aktive Wortschatznutzung üben, etc. etc. zu erreichen.
    e-Learning hingegen könnte z.B. eine gute Lösung sein, um Teilziele wie Rechtschreibung zu üben etc. etc. zu lernen.
Im Hinblick auf den Umfang als Modularbeit können die Punkte auch gut mit einer Tabelle bearbeitet werden (z.B. vorgegebene Lernziele, Bewertung, Optimierungsvorschlag, Begründung), ohne viel Fließtext haben zu müssen. Solcherart lässt sich ein Untersuchungsgegenstand auch gut systematisieren und es verschafft gut Überblick.
Aus einer solchen Bewertung können Sie dann gut einen Optimierungsansatz ableiten und ein verbessertes, begründetes Blended Learning Konzept zusammenstellen bzw. vorschlagen.
Bei Lernprojekten geht es auch um die Optimierung in Bezug auf die Zielgruppe und deren Bedürfnisse. In einem ersten Wurf eine Zielpunktlandung zu landen, entspricht ohnehin nicht der betrieblichen Realität, also ist Ihr Ansatz für den Unternehmenskontext, wo es um Optimierung von Vorgehensweisen zur Zielerreichung geht, hervorragend geeignet.
Je nach zu lernendem Inhalt (Sprache, Mathematik, Handfertigkeiten) wird die Zusammenstellung von Lehrmodellen unterschiedlich ausfallen müssen – und braucht unter Umständen mehrere Optimierungsschritte. Abgestuft wird die Einübung von Handfertigkeiten naturgemäß einen sehr hohen Präsenzlehranteil haben müssen (bis vielleicht auf Lehrfilme), das Erlernen von Sprachen wird sich in der Bandbreite zwischen dem Lernen von Vokabeln und einem Konversationstraining auch zwischen e-Learning und Präsenzlernen gut aufteilen und begründen lassen – und Prozesslernen interner Abläufe wird sich wahrscheinlich gut fast zur Gänze mit Workflows oder kleinen e-Lehreinheiten vermitteln lassen. Die Herausforderung liegt darin, die zu erreichenden Teilziele und Bedürfnisse (persönliche Ansprache versus freie Zeiteinteilung usw.) den passenden Instrumenten zuzuordnen und dies kompetent zu begründen.
empfohlener Ablauf im online Learning

empfohlener Ablauf im online Learning

LG
wimblogger 😉
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