Archive for the ‘elearning’ Category

h1

Learntec – einige Nachbetrachtungen

Februar 7, 2010

Auf der Learntec 2009 war ich ja in der Wissensmanagement Session von Prof. Dr. Stefan Güldenberg zu Gast und habe über unser Personal Learning Environment referiert. Der Vortrag war sehr gut besucht, voller Saal, was nicht alle Sessions von sich sagen konnten – manche hatten bloss 10 Zuhörer. Im Vergleich zu anderen Sessions, die über Web 2.0 Tools in der Hochschullehre berichteten, scheint unser Konzept tatsächlich zu den führenden Programmen zu gehören – mit den nachhaltigsten Erfolgen. Verpflichtende Twitter-Postings für Studenten und permanente Blogpostings schreiben zu müssen, um Noten zu erhalten, kann schon recht mühsam sein. Selbst zu entscheiden, welche Tools man wie intensiv verwenden möchte und mit wem man seine Lerngruppe bildet, und auch eine Arbeit darüber zu schreiben, wie man selbst mit diesen Tools arbeiten wird, scheint die bessere Variante. Mit zunehmender Semesterzahl zeigt sich bei uns, dass die Studierenden umfangreiche Twittergruppen haben, über Skype, XING und/oder facebook in Verbindung stehen, auf Mahara einen Blog führen und Arbeiten austauschen, und zwar weil sie es für nützlich halten – genau so, wie es in Unternehmen sein soll: auf den Nutzen abgestellt, und keine reine Produktion von textlichem Füllmaterial, das ohnehin keiner braucht. Das Verstehen des Nutzenbezugs steht bei uns im Vordergrund – weil es in der Praxis ebenso das Credo sein muss. Kritischer Verstand und Sachkenntnis, eine vielleicht recht nützliche Kombination 😉 …

Anyway. Wieder zur Learntec.

Die Learntec hat seit heuer eine neue Leitung, Prof. Peter Henning, Informatikprofessor aus Karlsruhe (http://blog.learntec.de/?p=345). Er kam in einzelne Sessions für ein Statement von wenigen Minuten hereingeschneit und stellte sich und sein Konzept vor. Er plant statt rein eingeladener Vorträge nun einen Call for Papers, zu dem sich Interessierte frei bewerben können und der mit einem Peer-Review Prozess – wie bei den meisten anderen Konferenzen auch üblich – dazu führt, dass man im Falle des positiven Reviews zum Vortrag eingeladen wird.

Es scheint jedoch nicht ganz so friktionsfrei über die Bühne gegangen zu sein – der Wechsel an der Spitze: Der ehemalige Leiter der Learntec, Dr. Winfried Sommer, plant nämlich eine jeweils eigene e-Learning Konferenz in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich. Wunderbar, Konkurrenz schadet nicht ;-).

Die Learntec hatte ca. 5600 Besucher. 99% davon fallen laut Messegesellschaft unter die Kategorie Fachpublikum, 86% sind an der Beschaffung von Weiterbildungstools beteiligt – was erfreulich für die Aussteller ist.

Die Ausstellung selbst war tatsächlich interessant, viele high-end Anbieter mit beeindruckenden Lösungen, speziell auch im Game Design und virtuellen Schulungsräumen, aber auch Anbieter von Lernkonzepten, e-Learning Tools, Web-Schulungsanbieter, verschiedene Suchmaschinendienste, usw. – und das alles recht international von Europa bis Indien (und das tatsächlich sehr innovativ: e-Learning für die Medizin – eine Operation als WBT, basierend auf  computertomografischen Animationen: http://www.witsindia.com/).

Laut Learntec Management war der Renner heuer bei Vorträgen das Thema Twitter http://blog.learntec.de/?p=360.

lg

Wimblogger
Isabella Mader

Advertisements
h1

Learntec mit Vortrag über unser Learning Environment

Februar 1, 2010

Die Funktionalitäten von Social Software erleichtern kollaborative Prozesse des Lernens und des Wissensmanagements. Deshalb eignen sie sich besonders für Blended Learning Konzepte in berufsbegleitenden Studiengängen an Universitäten und für das individuelle Lernen am Arbeitsplatz. Mit einem Personal Learning Environment aus Web 2.0 Anwendungen wurde an der Donau-Universität Krems ein lernbegleitendes Kollaborations-, Kommunikations- und Wissensmanagement-Instrument konzipiert. Der sich verändernden Informations-, Recherche-, Lern- und Wissenskultur wird damit Rechnung getragen. Durch die curriculare Verankerung haben Studierende zusätzlich zu ihrem Fachgebiet die Möglichkeit zum Aufbau von Informations- und Medienkompetenz.
Die Studierenden sammeln mit den Anwendungen selbst Erfahrungen, optimieren ihre eigene Lernumgebung und übertragen diese danach im Rahmen einer Transferarbeit in den betrieblichen Alltag.
Aus den Erfahrungen wurde schließlich ein erster Entwurf für ein Corporate Learning Environment abgeleitet, der im Rahmen des Vortrags ebenfalls vorgestellt wird.

Lösungsansätze
Die Kompetenzentwicklung wird in dem beschriebenen Modell entlang eines dreiteiligen Systems von Lernmanagement-Prozessen, den eigentlichen Lernprozessen (Kernprozesse) und den Unterstützungsprozessen des Lernens angeordnet. Social Software Anwendungen wurden dann entsprechend ihres möglichen Leistungsbeitrags eingesetzt und den einzelnen Prozessen und den zu entwickelnden Kompetenzfeldern zugeordnet.

Mein Vortrag darüber bei der Learntec am 2.2.2010, Karlsruhe, in der Session Wissensmanagement 1, ab 11 Uhr

http://tinyurl.com/learntec-mader

lg

Isabella Mader

h1

Fallbeispiel: Evaluation und Optimierung einer E-Learning Lösung

November 22, 2008
Als Kommentar zum ersten Blogeintrag „Warum ein Blog an der Uni“ tauchte folgende Frage auf, die nun einen eigenen Blogbeitrag als Antwort verdient.
„Ich werde im 2. Teil das Thema Einführung english trainings bei Lehrlingen bearbeiten – Gegenüberstellung Präsenztrainings und e-learnings (blended learning) – der Variante Präsenztrainings habe ich danach den Vorzug gegeben, aber ich denke, es ist auch interessant zu betrachten welche Rahmenbedingungen es braucht, dass eine e-learning Methode manchmal nicht die beste Lösung ist.“
Ich halte das für eine sehr gute Idee, ein Review eines Pilotversuchs durchzuführen – ganz speziell wenn Sie selbst in das Thema involviert sind. 
Meine Empfehlungen dazu:
  • Kurzbeschreibung des Pilotversuchs (z.B.: Lernziele, Umfang, welche Inhalte deckte das e-Learning ab, welche die Präsenzveranstaltung, wie wurde der Lernfortschritt bzw. Erfolg gemessen, wurden die Teilnehmer befragt, was Ihnen besser zusagt usw.)
  • Evaluierung des Pilotversuchs: Lernziele (plus Bewertung: Ziele genau genug formuliert, überhaupt formuliert etc.), wie könnte (allenfalls) eine verbesserte Lernziel-Vorgabe lauten (für den Fall, dass Sie Optimierungsbedarf orten)
  • Reflexion, wie unter Umständen e-Learning und Präsenzlernen auf einzelne Teilziele aufzuteilen sind. In diesem speziellen Fall, da es sich um Sprache handelt, ist voraussichtlich Präsenzlernen empfehlenswert, um z.B. die Teilziele Gesprächsroutine aufbauen, Redehemmung abbauen, aktive Wortschatznutzung üben, etc. etc. zu erreichen.
    e-Learning hingegen könnte z.B. eine gute Lösung sein, um Teilziele wie Rechtschreibung zu üben etc. etc. zu lernen.
Im Hinblick auf den Umfang als Modularbeit können die Punkte auch gut mit einer Tabelle bearbeitet werden (z.B. vorgegebene Lernziele, Bewertung, Optimierungsvorschlag, Begründung), ohne viel Fließtext haben zu müssen. Solcherart lässt sich ein Untersuchungsgegenstand auch gut systematisieren und es verschafft gut Überblick.
Aus einer solchen Bewertung können Sie dann gut einen Optimierungsansatz ableiten und ein verbessertes, begründetes Blended Learning Konzept zusammenstellen bzw. vorschlagen.
Bei Lernprojekten geht es auch um die Optimierung in Bezug auf die Zielgruppe und deren Bedürfnisse. In einem ersten Wurf eine Zielpunktlandung zu landen, entspricht ohnehin nicht der betrieblichen Realität, also ist Ihr Ansatz für den Unternehmenskontext, wo es um Optimierung von Vorgehensweisen zur Zielerreichung geht, hervorragend geeignet.
Je nach zu lernendem Inhalt (Sprache, Mathematik, Handfertigkeiten) wird die Zusammenstellung von Lehrmodellen unterschiedlich ausfallen müssen – und braucht unter Umständen mehrere Optimierungsschritte. Abgestuft wird die Einübung von Handfertigkeiten naturgemäß einen sehr hohen Präsenzlehranteil haben müssen (bis vielleicht auf Lehrfilme), das Erlernen von Sprachen wird sich in der Bandbreite zwischen dem Lernen von Vokabeln und einem Konversationstraining auch zwischen e-Learning und Präsenzlernen gut aufteilen und begründen lassen – und Prozesslernen interner Abläufe wird sich wahrscheinlich gut fast zur Gänze mit Workflows oder kleinen e-Lehreinheiten vermitteln lassen. Die Herausforderung liegt darin, die zu erreichenden Teilziele und Bedürfnisse (persönliche Ansprache versus freie Zeiteinteilung usw.) den passenden Instrumenten zuzuordnen und dies kompetent zu begründen.
empfohlener Ablauf im online Learning

empfohlener Ablauf im online Learning

LG
wimblogger 😉