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Warum ein Blog an der Uni?

November 4, 2008

Was tun Blogs im Firmenalltag? Bringen sie nützliche Information? Oder „nur“ interessante Information (zugegebenermassen ja ein Unterschied) …? Stehlen sie Zeit ohne je etwas zu bringen? Warum stellen wir uns überhaupt die Frage, ob Blogs etwas bringen? In der Social Web Szene sind Nützlichkeitsüberlegungen ja geradezu verpönt. Nun, im Unternehmenskontext ist Nützlichkeit aber doch eine nachvollziehbare Bedingung, nachgerade Voraussetzung für unternehmerisches Handeln – das ja, Gott bewahre, nicht mit Zufälligkeit und Beliebigkeit steuerbar ist. Trotzdem wird das Ungeplante und Überraschende für den Einsatz von Web2.0 Anwendungen vielfach von sogenannten Social Media Spezialisten auch für den Unternehmenskontext postuliert, was kaum nachvollziehbar erscheint, weil Unternehmen ja unbestitten mit ungeplantem, beliebigem Vorgehen bloss als unprofessionell erlebt werden können. Eine trotzdem interessante Powerpoint Präsentation dazu gibt es auf Slideshare: http://www.slideshare.net/leewhite/social-media-is .
Unternehmenskontext und Web2.0 sind vereinbar – und für den Einsatz in Unternehmen empfiehlt sich eine nachvollziehbare Vorgehensweise, die auf Unternehmensziele ausgerichtet ist. Ertragsorientierung und Unternehmensstrategie wird wohl keinem Unternehmen als sinnvolle Ausrichtung abzusprechen sein, auch wenn sie in Form von Web2.0 richtig Spaß machen darf … Von Sozialromantik ist in diesem Kontext trotzdem abzuraten – authentische und transparente Kommunikation sind dabei ein Gebot – weil Communities durch ihre Vernetzung Falschinformationen besonders schnell aufdecken.

Blogs und Zeit
In Zeiten des letzthin bekannter gewordenen Phänomens des Information Overload zieht die Zeitöknomie in der Nutzung von Informationsresourcen viel Aufmerksamkeit auf sich. Blogs zählen zu großen Zeitfressern, wenn sie unreflektiert konsumiert werden, ohne auf den Nutzen zu achten (gilt hier vorerst für das Arbeitsumfeld).

Entering Blogosphere (c) Ute Hamelmann

Entering Blogosphere (c) Ute Hamelmann

Persönliche Kommunikation wird nicht abgeschafft
Freilich ist ein Blog kein Ersatz für persönliche Kommunikation. Das zeigt sich in vielen Fällen, wo versucht wird, Missverständnisse „virtuell“ beizulegen. Ein persönliches Gespräch wirkt – vielfach in der Unternehmenspraxis erprobt – schneller und besser, um strittige Punkte beizulegen und Missstimmungen zu bereinigen. Positive Motivation und Verständnis entstehen vielfach auch über persönlichen Kontakt, auch wenn elektronische Medien viel zu einer positiven Stimmung und Community Building beitragen können. Zum Problemlösen scheinen sie allerdings weniger gut geeignet. Deshalb eignen sich Blogs nur als ergänzende Kommunikationsschiene im Unternehmenskontext, nie Ersatz für direkte Interaktion. Der Cartoon hier zeigt, dass es auch im privaten Umfeld schon mal falsch laufen kann …

Zu dem Cartoon fand ich den durchdachten Blogpost: „Tagebuchspionage endlich leicht gemacht“ – genau, man kann’s auch positiv sehen ;-))).

Damit wir hier keine Fehler machen, bin ich als Tutorin für die E-Learning Umgebung deshalb auch ein ganz persönlicher Begleiter und direkt erreichbar (Koordinaten sind im WIM Wiki hintelegt).

Dort, wo ein konkreter Nutzen und eine weiterführende, benötigte Information im Blog vorhanden ist, macht der Einsatz von und die Teilnahme an Blogs im Unternehmensumfeld viel Sinn. Blogs sind für viele Vorgänge eine nützlichere Anwendung als beispielsweise Handzettel oder Datenbanken. Um nur ein Beispiel zu nennen: bei Dienstübergaben werden Blogs sehr effizient eingesetzt – Inhalte bleiben so auch lange Zeit später suchbar abgebildet. Dieser Verfolgbarkeit und Suchbarkeit wegen setzen wir diesen Blog als begleitendes Informations- und Kommunikationsinstrument während des Studiums ein, das Tipps und aktuelle Themen beinhalten wird, wie z.B. in Kürze einen Eintrag über Taggig Rules für das Social Bookmarking Tool, das ein weiterer Baustein des E-Learning Umfeldes ist. Dazu mehr wie gesagt beim nächsten Eintrag.

Unsere E-Learning Umgebung…
… besteht aus 5 Bausteinen – die einander sinnvoll ergänzen sollen und den Zweck der optimalen Unterstützung des Wissenstransfers und der Wissensorganisation verfolgen. Dieser Blog hier ist absichtlich nicht in einer wissenschaftlichen „Tonart“ verfasst, sondern gezielt in Alltagssprache gehalten und darf auch richtig Spaß machen – sowohl die Posts als auch die Kommentare, ok?

So sieht die E-Learning Umgebung aus, die sich dann mit detaillierteren Beschreibungen im begleitenden WIM-Wiki findet.

E-Learning Umgebung (c) I.Mader

E-Learning Umgebung (c) I.Mader

Was mir wirklich wichtig ist – …
Abschließend: Wesentlicher Zweck dieses Blogs und der Teilnahme im Rahmen des Studiums ist auch, praktische Erfahrungen mit Anwendungen gemacht zu haben, vor allem mit der zielgerichteten, nutzen-stiftenden Verwendung von Tools. Das ist eine Kompetenz, die mit rein theoretischem Aneignen von Nutzen und Funktionsbeschreibungen nicht erworben wird. Auch auf die Gefahr hin, dass das jetzt plakativ klingt: Schwimmen kann man nicht aus einem Buch lernen. Die Verwendung von Blogs auch nicht. Also, das hier ist der Blog-Teich zum Reinspringen und Ausprobieren. Viel Spaß!